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Bild Hammer Herbarium

Hammer Herbarium

Herbarien sind seit der Antike bekannte Sammlungen getrockneter Pflanzen, die zur Bestimmung und vergleichenden Katalogisierung angelegt wurden. Oft enthalten sie Bemerkungen über die Heilwirkungen sowie die Rolle der jeweiligen Pflanzen im Volksglauben und geben so Aufschluss über die Interessen und Ziele des Sammlers.

Lili Fischer hat seit ihren „Fuhlsbütteler Herbarien“ (1977/83) sehr individuelle Pflanzenstudien erstellt, diese durch Forschungen zum Brauchtum, durch eigene Assoziationen und neue Zusammenhänge ergänzt und in Zeichnungen, Künstlerbüchern und Performances künstlerisch umgesetzt. Im „Hammer Herbarium“ finden diese Studien zurück in die gestaltete Natur des öffentlichen Raumes. Die Installation besteht aus 60 Keramikfliesen, die in Betonrahmen eingefasst und in unterschiedlicher Höhe auf Metallträgern montiert sind.

So erinnern sie an aufgeschlagene Bücher ebenso wie an botanische Beschriftungstafeln. Auf den Keramikfliesen finden sich Zeichnungen, Abbildungen getrockneter Pflanzen aus den Herbarien sowie Texte verschiedenster Art. Die Zusammenhänge können vom Betrachter selbst erschlossen und individuell interpretiert werden, denn Lili Fischer sieht die Rolle des Künstlers „gewissermaßen als Vorläufer einer wiedergewonnenen Lebensaufmerksamkeit“.

Bilder © Carsten Gliese
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Lili Fischer

1947 geboren in Travemünde; lebt in Hamburg.
   
1966–1973 Studium an der Hochschule für bildende Künste Hamburg bei Dietrich Helms, Gotthard Graubner udn F. E. Walther.
1970–1973 Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes.
1978 Promotion über Animation an der Universität Hamburg.
1978–1980 Karl-Schmidt-Rottluff-Stipendium.
1981 Barkenhoff-Stipendium.
1984–1985 Stipendium der Künstlerstätte Bleckede.
1989 Tree-of-Life-Prize, London; Deutscher Kritikerpreis, Berlin.
seit 1980 Lehrtätigkeit an verschiedenen Universitäten und Akademien.
seit 1994 Professur für Feldforschung und Performance an der Kunstakademie Münster.
   
Quelle: www.lilifischer.de
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Hammer Herbarium

Standort Hamm, im Innenhof des Gustav-Lübke-Museums, Neue Bahnhofstraße 9
Künstler Lili Fischer
Material Keramikfließen in Betonrahmen auf verzinkten Stahlträgern
Maße 60 Tafeln, je 28 x 35 bzw. 70 cm
Jahr 1993
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